Das Angeln auf Karpfen ist wohl eine der beliebtesten Arten seine Zeit am Wasser zu verbringen. Jedoch ist das Karpfenangeln sehr zeitaufwändig. So verbringen leidenschaftliche Angler auf der Jagd nach diesen faszinierenden Fischen gern auch mal mehrere Tage und Nächte am Wasser, in der Hoffnung auf den großen Fang.
Die Vorbereitungen
Um Erfolg beim Karpfen angeln zu haben braucht es eine Menge Vorbereitung. Ohne Anfüttern geht gar nichts, denn viele Karpfen sind fressplatzgebunden. Um größere Chancen zu haben, sollten die natürlichen Fressplätze ausgekundschaftet werden, oder aber neue angelegt werden. Zum Anfüttern können sowohl Boilies, Partikel (eingekochte Saaten, Körner, Nüsse, etc.), Grundfutter oder Pellets verwendet werden. Man sollte schon einige Tage bevor man zur Angelstelle aufbricht anfangen zu füttern.
Auch die Ausrüstung sollte auf diese Fische ausgelegt sein. Außerdem erweisen sich Bissanzeiger als sehr nützlich. Karpfen sind nicht einfach in den Kescher zu bekommen und fordern jeden Angler beim Drill heraus.
Doch wieso Karpfen?
Da es mehrere Methoden gibt, diese schlauen Fische zu fangen, wird es nie langweilig und gerade für Neulinge ist es sehr spannend herauszufinden, mit welchen Ködern und welcher Methode sich die Fische am besten fangen lassen. Verschiedene Boiliegrößen, -farben und diverse Dips bieten eine große Auswahl an Ködervarianten. Jeder Angler hat sein eigenes „Geheimrezept“.
Doch auch die Karpfen selbst faszinieren auf verschiedene Art und Weise. Außerdem erreichen manche Tiere rekordverdächtige Größen und Gewichte. Es sind sehr empfindliche Fische, aber auch sehr listig. Sie sind oft sehr wählerisch und beißen oft nur auf bestimmte Köder und Farben. Sie suchen vor allem am Grund nach Futter, somit sollten Köder möglichst auf dem Grund ausgelegt werden. Je nach Witterung und Jahreszeit, haben die Fische verschiedene Verhaltensweisen was ihre Futtersuche anbelangt. Somit sollte man sich vorher informieren, wann die Karpfen sich wo aufhalten. So sollten im Sommer möglichst wenige große Boilies weitläufig verteilt werden. Im Herbst hingegen sinkt die Wassertemperatur und das natürliche Nahrungsangebot verringert sich. In dieser Zeit sind die Fische sehr gefräßig und benötigen viel Futter. Im Winter bewegen sie sich wenig und man sollte die Fressstellen in den tieferen Regionen des Sees kennen um Erfolg zu haben.
Wenn man alle Tipps befolgt, genug anfüttert und Geduld hat, lässt der Erfolg hoffentlich nicht lange auf sich warten.
Und immer nach dem Motto „Catch and Release“ angeln, denn auch andere Angler freuen sich über einen großen Fang.
Petri Heil!